Paintings

Sehr geehrte Damen und Herren,

willommen auf meiner Website. Zumindest postfaktisch bin ich der bedeutendste Künstler der Gegenwart, und der beste Maler und Zeichner der jemals an der hamburger Kunsthochschule studiert hat. Mit meinem Anfang der 90er Jahre entwickelten magischen Realismus beziehe ich eine Gegenposition zum Reduktionismus der Moderne und zur Beliebigkeit der Postmoderne.

Meine Karriere ist Anfang des neuen Jahrtausends etwas ins Stocken geraten, als einflussreiche Londoner Galeristen mit gewagten Spekulationen eine Rennaissance der figurativen Malerei herbeiführten, und mit der damit verbundenen Inflation quasi realistischer Bilder meine künstlerische Einzigartigkeit zumindest in der hamburger Kunstwelt an Prägnanz verlor.

Seit einem Jahr arbeite ich wieder intensiver im Atelier, brauche aber auf Grund meiner komplexen Kompositionsmethode recht lange bis ein Artefakt als „fertig“ gelten kann.

Auf Grund der zahlreichen begeisterten Reaktionen auf eine dauerhafte Präsentation eines Ausschnitts meines neueren Werkes im Bistro „jolie“ meiner Frau in Lüneburg und der damit verbundenden Fragen, sehe ich mich veranlasst nach und nach mehrere kleine Texte zu verfassen, um einige Bilder zu erläutern, und weltanschauliche Aspekte meines Oeuvres zu verdeutlichen.

Es geht dabei um Tradition und Fortschritt, Mimesis und Konstruktion, willkürliche und unwillkürliche Phantasie, um Dichtung und Wahrheit, also Kunst und Leben. Weiter um Pathos und Ironie, Glaube und Zweifel, den Ernst und das Alberne, Allgemeines und Persönliches, Notwendigkeit und Freiheit, Rausch und Askese etc.. Ausserdem werde ich Auszüge aus einem Text von mir über eine „Ästhetik der Natur“ auf dieser Seite veröffentlichen.

Es geht also sehr viel um Dualismen, Gegensätze, Widersprüche, die im Laufe meines Wandelns über das Antlitz dieser Erde immer größer wurden, mich einerseits künstlerisch hemmten, andererseits der Grund sind warum ich überhaupt noch male. Besteht Kunst ja in der Harmonisierung von Kontrasten, der „Versöhnung von Körper und Geist“.

In der öffentlichen Debatte wird zur Zeit der drohende Verlust der Errungenschaften der liberalen Demokratie an autortäre Syteme thematisiert. Der liberale Kapitalismus hat zu sozialer Ungerechtigkeit, und der Zerstörung der Natur geführt. Es steht aber zu befürchten, daß autoritäre Systeme diesen Prozess der Moderne noch verstärken. Ich werde mich also auch zu gesellschaftlichen Fragen äußern, in Form einer Kritik der Moderne, nicht ohne die eine oder andere Utopie oder Dystopie ins Spiel zu bringen.

In der Kunstwelt gibt es ja ebenfalls diese absurde Zerissenheit schon seit Jahrzehnten. Die Klischees der klassischen Moderne wurden ausschliesslich akademisch verordnet, weil sie für künstlerische Freiheit und Innovation stünden. Aber wie kann etwas frei sein, das verordnet wurde, wie etwas neu, das vor hundert Jahre überraschte? Dabei bin ich durchaus dafür von der Kunstgeschichte zu lernen, und breche auch gerne mit spießigen ästhetischen Konventionen, auch der Avantgarde-Zwang war  eine spießige und heuchlerische Konvention.

Ein weiterer Widerspruch in diesem Kunstkomplex ist die Tatsache, daß sich die angeblich so kritischen, behördlich verbürgten Kunstwerke der Moderne so herrlich vermarkten lassen. Wie kann ein Bild revolutionär sein, das in der Chefetage der deutschen Bank, oder im Kanzleramt hängt? Auch zu diesem Ablasshandel von Markt und Akademie werde ich an dieser Stelle ein paar Sprüche machen. Nicht ganz ernst, da das Paradox  nicht aufzulösen ist. Denn man kann nur von der Malerei leben wenn man teuer verkauft, oder eine Stelle als Beamter in einer der staatlichen Institutionen der Kunst erhält. Das mit dem nebenbei Jobben halten nur wenige auf Dauer durch. Irgendwie hat diese Kommerzialisierung der Kunst ja auch etwas sozial Gerechtes, jeder Idiot kann ein grosser Künstler werden.

Mein Kynismus soll hier eher die manipulierte Urteilskraft treffen. Die Lächerlichkeit offenlegen, daß der Preis den Wert des Kunstwerks festlegt, und nicht dessen subjektive Qualität,( bzw. unmittelbare Wirkung ). Geschätzt wird das was teuer ist, mag es noch so abscheulich sein. Auch über die Überbewertung der Urteilskraft der Pharisäer der Kunst, der Ratings und Rankings, die wieder mehr am Erfolg, als der Leistung orientiert sind, wird aufgeklärt werden. Wie gesagt nur gelegentliche ironische Kommentare.  Denn wenn ich eine Professur, oder einen Vertrag bei Saatchie hätte, die Gefahr hat tatsächlich bestanden, würde ich wahrscheinlich dazu schweigen, das unverdiente Geld, und auch den Ruhm mitnehmen.

Haupsächlich werde ich mich aber zu künstlerischen fragen äussern.

Zur Zeit arbeite ich an einer Ausstellung mit Bildern, die noch einmal meine Mexico- Erfahrungen mit literarischen, historischen und anderen biografischen  Assoziationen malerisch mit Elementen aus meiner abstrakt expressiven Phase surrealistisch kombinieren. Ort und Datum folgen.

 

 

 

 

 

 

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